Gefahren der Druckluft2018-11-28T12:53:00+00:00

Personenreinigung: Gefahren der Druckluft

Wie sinnvoll ist es, Druckluft zu nutzen?

Wir raten ausdrücklich davon ab, Druckluft für die Reinigung von Personen oder des Arbeitsplatzes zu nutzen. Dennoch greifen nach wie vor viele zu Druckluft, da sie frei zugänglich und somit schnell und einfach zu nutzen ist. Dabei ist es hier genauso wichtig wie bei elektrischen Geräten, die Sicherheitsvorschriften zu beachten.

“Es ist schon zu schweren, ja sogar tödlichen Verletzungen gekommen, weil jemand – selbst aus beträchtlicher Entfernung – die Düse der Druckluftpistole auf den Körper gerichtet hat. Viele Verletzungen entstehen, wenn Bekleidung entstaubt wird, andere aufgrund von Dummheit.”

Bundesanstalt für Arbeitsschutz (HSE UK) – Schriftsatz HSG39 “Compressed air safety”.
Gefahren der Druckluft 1

Ist die Nutzung gesetzlich erlaubt?

Die Berufsgenossenschaft in Deutschland erklärt das Abblasen durch Druckluft für unzulässig, da aufgrund der Energie des Druckluftstrahls eine erhebliche Verletzungsgefahr besteht.

In Amerika reglementiert die Arbeitssicherheitsbehörde OSHA die Verwendung von Druckluft. Im Sicherheitsstandard 1910.242(b) “Reduction of Air Pressure below 30 psi for Cleaning Purposes”, der sich mit Reinigungsprozessen befasst, steht geschrieben, dass der Druck von direkt auf die Haut gerichteter Druckluft nicht mehr als 2,1 bar betragen darf. Zusätzlich wird eine Sprühschutzdüse vorgeschrieben, um den Anwender vor Partikeln zu schützen. In anderen Ländern ist das Abblasen mit Druckluft sogar gesetzlich verboten.

Immer mehr Unternehmen passen ihre Betriebsordnungen zumindest mittlerweile dahingehend an, dass Druckluft mit entsprechender Vorsicht zu nutzen und nicht zur Personenreinigung geeignet ist. Schriftliche Verwarnungen oder sogar Entlassungen können die Folge sein, wenn Mitarbeiter wissentlich ihre eigene Gesundheit gefährden.

Unsere JetBlack Personenreinigungssysteme, die ohne herkömmliche Druckluft arbeiten, erfüllt die oben genannten Vorgaben nicht nur, sondern übertrifft sie sogar.

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Worin genau liegt die Gefahr?

Druckluft ist ein stark verdichteter Luftstrom, der mit sehr hoher Geschwindigkeit und hohem Druck austritt – teilweise mit bis zu zehn bar. Diese Kombination kann zu ernsthaften Verletzungen führen. Über einen Riss oder eine kleine Verletzung in der Haut kann Luft in die Blutbahn gelangen und zu einer Embolie führen – oder auch zum Koma, einer Lähmung oder im ungünstigsten Fall zum Tode. Die Möglichkeiten einer Verletzung sind vielfältig:

  • durch den Mundraum eingetretene Druckluft kann die Lunge, den Magen oder andere Organe zerbersten
  • über den Bauchnabel eingedrungene Druckluft kann innere Verletzungen hervorrufen
  • Druckluft kann zum Tode führen, wenn sie über den Blutkreislauf ins Gehirn (Schlaganfall) oder zum Herzen (Infarkt) gelangt
  • selbst Reduzier-Ventile oder Sicherheitsdruckluftpistolen, die Drücke auf zwei bar reduzieren, können die oben beschriebenen Verletzungen herbeiführen
  • sogar schon 0,8 bar können ein Auge aus der Augenhöhle herausdrücken
Säubern mit Druckluft verboten

Welche Alternativen gibt es?

Die verschiedenen JetBlack-Modelle wurden speziell für die Personenreinigung entwickelt und stellen eine sichere Alternative zu Druckluftpistolen dar. Die JetBlack verbraucht weniger Energie als ein handelsüblicher Föhn und ist mit 78 dB(A) zudem leiser als eine Druckluftpistole. Mit nur 0,17 bar arbeitet die JetBlack bei einem sehr geringen Betriebsdruck, der weit unter den OSHA-Vorgaben liegt. Das perfekte Abblas- bzw. Reinigungsergebnis wird über den hohen Volumenstrom erzielt.

Durch den geringeren Druck können die JetBlack-Modelle praktisch am ganzen Körper eingesetzt werden, nur Körperöffnungen wie beispielsweise die Augen und Ohren sollten ausgespart werden. Direkter Hautkontakt stellt keine Gefahr dar (dennoch sollten Sie immer vorsichtig sein). Wenn Sie den Staub sicher aus der Arbeitskleidung lösen wollen, dann empfiehlt sich unsere wandmontierte Jetblack. Wollen Sie den abgeblasenen Staub zusätzlich auffangen, dann bietet sich der Einsatz einer Luftdusche mit integrierter Absaugeinheit an.

In jedem Fall ist das Tragen einer Schutzausrüstung inklusive Sicherheitsbrille und Mundschutz immer zu empfehlen.

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